Ergonomie im Büro

Ergonomie & Büromöbel

Foto: Thomas Claveirole via flickr

Gute Arbeitgeber legen stets Wert darauf, dass ihre Arbeitskräfte beim Tagwerk gesundheitlich optimal vor Unfällen geschützt sind, um ihre Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Dies gilt für den Vorarbeiter auf der Baustelle genauso wie für den Chef im Büro. Eine ergonomische Büroeinrichtung sorgt dafür, dass die Angestellten stets in einem gesunden Körper zur Arbeit kommen und nicht über Beschwerden klagen werden. Ein gutes Argument für Ergonomie sind aus Sicht der Arbeitgeber vor allem die wirtschaftlichen Folgen der gesundheitlich bedingten Ausfälle: Der Leistungsverlust beträgt laut dem Büromöbel-Forum rund 35% und summiert sich auf 86 Millionen Fehltage im Jahr, während die Kosten der Beschwerden die Krankenkassen mit fast 50 Milliarden Euro jährlich belasten.

Bürostuhl

Das ergonomisch wohl bedeutsamste Büromöbel ist der Bürostuhl. Auf ihm verbringt man die meiste Zeit, und deswegen können selbst kleinere Störungen auf lange Sicht zu ernsten Problem führen. Die wichtigsten Faktoren, die einen ergonomisch angepassten Bürostuhl ausmachen, sind:

  1. Eine der Doppel-S-Form der menschlichen Wirbelsäule angepasste Rückenlehne.
  2. Möglichst viel Abstützung, auch für die Nacken- und Beckenwirbel. Das Becken darf nicht nach hinten kippen, wenn man sich nach vorne lehnt.
  3. Elastizität in Material und Konstruktion, die dynamisches Sitzen gestattet.
  4. Individuell verstellbare Arm- und Rückenlehnen.
  5. Gute Federung der Rückenlehne und Sitzfläche.

Quelle: http://www.bueromoebel-experte.de/buerostuhl

Nur ein voll beweglicher, flexibler Bürostuhl wird dem lebendigen Menschen, der darauf sitzt, auch gerecht. Deswegen empfehlen sich diese Optimierungen in Flexibilität und Elastizität.

Der Schreibtisch

Was ergonomische Schreibtische angeht, spielen vor allem Höhen ein wichtige Rolle:
Die Höhe der Tischplatte (und damit auch der Tastatur) befindet in etwa auf der der Ellenbogen oder darunter. Dies entspannt die Schultern. Ebenso sollte den Oberschenkeln mindestens eine Handbreit Abstand zur Tischunterkante gewährt werden. Notfalls müssen Tischbeinpassstückchen angebracht oder umgekehrt die Beine teils abgesägt werden, um eine optimale Höhe zu gewährleisten. Was Tastatur und Computerbildschirm anbelangt, die auf dem Tisch sind, gilt es ebenfalls einige Regeln zu beachten:

  1. Abstand des Bildschirms zu den Augen zwischen 60 und 80 cm.
  2. Bildschirmoberkante auf Augenhöhe.
  3. Handballenablage vor der Tastatur empfehlenswert.
  4. Die Tastatur sollte um 5 bis 11 Grad zur Person hochgeneigt sein.

Einen weiteren ergonomischen Faktor stellt das Umfeld des Büros dar. Dazu gehört im weiteren Sinne:

  1. Beinfreiheit unter dem Schreibtisch, um diese jederzeit ausstrecken zu können, ohne
    dabei irgendetwas wie den Mülleimer oder Fuß einer anderen Person treten zu müssen.
  2. Ausreichende Luftfeuchtigkeit sorgt für angenehme Atemluft. Zu empfehlen sind große
    Pflanzen oder ein Luftbefeuchter.
  3. Büroraum sollte hell und geräumig sein, dazu kommt eine Idealtemperatur von 22° C.

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